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Anlageninfos - Die Entstehung der Modellbahn Wiehe
Von der Geburt der Idee - VorwortGuten Tag, liebe Freunde der großen und kleinen Eisenbahn,
Vielleicht waren es diese Erlebnisse, die mein Interesse für die Welt der Lokomotiven, der Schienen und Signale auslösten und immer stärker wachsen ließen. Doch jene Jahre boten mir keine Chance, mich näher mit der großen Bahn zu befassen. Und für eine Modelleisenbahn gab es weder Zeit, noch Geld. Seit 1991 arbeite und lebe ich in Thüringen. Das Städtchen Wiehe, das mir zur zweiten Heimat wurde, liegt im landschaftlich wunderschönen Tal der Unstrut. Unsere Region, auch "Tal der Kaiser und Könige" genannt, ist zwar sehr reich an historischen Traditionen deutscher Geschichte und bietet viele touristische Möglichkeiten, doch ihr fehlte genau das, was man ein touristisches "Highlight" nennt.
Da mir der Erfolg recht gab, wagte ich den nächsten
Schritt und begann, die Modellbahn-Wiehe zur weltgrößten Modellbahn-Ganzjahresschau
auszubauen. "Fahrt frei für die Super-Modellbahnschau in Wiehe!" Bis dahin alles Gute!
EntstehungDie Modellbahn Wiehe entstand aus der Notwendigkeit, den Fremdenverkehr zu intensivieren. Als ich nach Wiehe kam, bedrängten mich einige Fremdenverkehrsverbände, in die Hotelbranche einzusteigen, weil der Tourismus nur wachsen könne, wenn Hotelkapazitäten zur Verfügung stünden. So baute ich ein Landgasthaus in Wohlmirstedt zu einem Vier-Sterne-Hotel aus. Doch der als sicher versprochene Touristenstrom blieb zaghaft. Dem Tal der Unstrut, zwar landschaftlich reizvoll und reich an historischen Stätten, fehlte es an "Highlights", die besondere Anziehungskraft ausüben. Das touristische Niemandsland zwischen Naumburger Dom und Kyffhäuser brauchte etwas Außergewöhnliches. Ein Besuch der Harzquerbahn brachte mich auf den Gedanken, diese Bahn im Miniaturformat nachzubauen. Da Wiehe in Thüringen liegt, kam ich auf die Idee, neben dem Harz auch die Eisenbahnlandschaft Thüringens nachzugestalten. So nahm meine Vorstellung, in Wiehe die grösste Modellbahnschau Europas zu präsentieren, allmählich Gestalt an. Außerdem wollte ich mit dem Bau und dem Betrieb der Modellbahn Arbeitsplätze schaffen. Meine ersten Schritte führten mich zu der Messeveranstaltung "Modell & Hobby" 1996 in Leipzig. Doch wo immer ich mein Projekt vorstellte, schien man mir nicht so recht zu glauben. Ich ließ mich nicht entmutigen, denn meine Erfolgsaussichten erschienen mir real. Als mich jemand fragte, warum es eine Modellbahn sein müsse, entgegnete ich: "Spektakuläre Objekte wie den Eiffelturm gibt es bereits. Ich will etwas, das es in diesen Größenordnungen noch nicht gibt." Einige profilierte Firmen konnte ich nun überzeugen: Roco, Tillig, Gützold, Kibri, Faller, Auhagen, später auch Viessmann, Brawa und LGB stiegen ein. Weitere folgten. Für die Aufbauarbeiten engagierte ich einen Modellbahnclub, und für die Modellbahnanlagen fand ich eine baulich nutzbare Strohlagerscheune. Sie befand sich in einem beklagenswerten Zustand, der bautechnische Aufwand verschlang hohe Summen. Doch es entstanden stabile Arbeitsplätze. Der Bau wirkte sich förderlich für Stadt und Region aus.
Schon in den ersten Tagen besuchten uns tausende Modellbahnfreunde; die Parkplätze reichten kaum. So bestätigte sich, was mein Ziel war: Der Fremdenverkehr kam in Gang, das stille Städtchen Wiehe wurde zum Mittelpunkt der Region. Zu Ostern 1998 ging unsere mit einer Dampflok ausgestattete Parkbahn in Betrieb. 1999 folgten Kaiserhalle und ein Foyer als Verbindungsbau zu neuen, noch größeren Ausstellungshallen. Als meine bisher umfangreichste Investition wurden die Hallen D, E und F im Jahre 2000 bezugsfertig. Mit ihrer Größe und Ausstattung übertreffen sie alles bisher Dagewesene. |
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